Ausflugsziel · Eichstätt
Willibaldsburg
Willibaldsburg: Ausflugsziel in Eichstätt.
Foto: Joe MiGo · CC0 · Wikimedia Commons · zugeschnitten
Beschreibung aus den Tourismusdaten
Die Burganlage wurde 1355 vom Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. In den nächsten Jahrhunderten wurde die Willibaldsburg von verschiedenen Bischöfen ausgebaut. Im 17. Jhd. erfolgte der Umbau der Burg zu einer repräsentativen Residenz. 1633 wurde die Burg von den Schweden erobert aber im gleichen Jahr zurückerobert. Von der 420 m langen Burganlage sind Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 m lange Torhalle und der "Gemmingenbau" mit den beiden Türmen erhalten. Im Nordflügel des Gemmingenbaus ist das Jura-Museum mit den bekannten Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, im Südflügel ist das Ur- u. Frühgeschichtliche Museum untergebracht. 1998 wurde auf der Schmiedbastion der sog. Bastionsgarten mit Pflanzen aus dem Hortus Eystettensis eingerichtet.
Die Geschichte
der Willibaldsburg beginnt Mitte des 14. Jahrhunderts.
Der 45. Bischof von Eichstätt, Burggraf Berthold von Nürnberg, begann um 1355 mit dem Bau einer Burg auf dem Berge des hl. Willibald. Die Lage der ersten Burg wurde bestimmend für die ganze Geschichte der Willibaldsburg.
Bischof Bertholds Nachfolger bauten an der Burg weiter und verstärkten sie.
Die älteste Abbildung der Willibaldsburg stammt aus der Chronik von Hartmann Schedel 1493.
Martin von Schaumberg, Bischof von 1560-1590, machte den ersten entscheidenden Schritt zu einer durchgreifenden Erneuerung der Willibaldsburg, östlich der Schildmauer.
Heute wird die Gestalt der Burg vor allem durch die Bautätigkeit des 58. Bischofs Johann Conrad von Gemmingen (1595-1612) bestimmt.
Mit der Planung für den Neubau eines Schlosses beauftrage der Bischof den Augsburger Baumeister Elias Holl. Hofbaumeister Hans Alberthal hatte die Bauleitung vor Ort.
Berühmt war der Garten des Bischofs, in seinem Auftrag legte der Nürnberger Apotheker Basilius Besler auf den der Burg umgebenden Befestigungen einen botanischen Garten an. Die Pflanzen die in diesem Garten gediehen wurden in Kupfer gestochen und daraus entstand eines der berühmtesten Pflanzenbücher mit über 1000 Abbildungen.
Bischof Conrad v. Gemmingen erlebte die Fertigstellung seines Pflanzenbuches sowie den Ausbau seiner Burg nicht mehr, er starb im Nov. 1612.
Sein Nachfolger Christoph von Westerstetten, Bischof von 1612-1636, erweiterte und verstärkte die Willibaldsburg durch die Schellenberg- und Schmiedbastion. Den neuen Hauptzugang in die Burg sicherte ein neuer tiefer Graben mit Zugbrücke und eine mächtige Torhalle.
Eine furchtbare Zeit für Stadt Eichstätt und die Willibaldsburg brachte der dreißigjährige Krieg mit sich. Am 26. April 1633 standen die Schweden, unter der Führung von Bernhard von Weimar, vor der Burg. Die Belagerung dauerte von 04. Mai bis 13. Mai. Durch eine Bresche in der Binderschanze wurde die Burg erobert.
Am 23. Oktober 1633 eroberten die kaiserlichen Truppen, unter Johann von Werth, die Willibaldsburg zurück.
Die nachfolgenden Bischöfe ließen die Schäden des dreißigjährigen Krieges beseitigen und die Bastionen gegen das „Tiefe Tal" errichten.
Nach dem Bau der Stadtresidenz (1725) wurde die fürstbischöfliche Hofhaltung in die Stadt verlegt, die Willibaldsburg verlor weitgehend ihre Funktion.
Für den Erhalt der Burg wurde nur noch das nötigste investiert. Verwaltung, Kanzlei, Archiv und Bibliothek, das Militär sowie verschiedene Handwerker waren noch in der Burganlage untergebracht.
1784 wurde in den Gebäuden an der Schellenbergbastion ein Zuchthaus eingerichtet und 1810 aufgelöst. Auf Grund der Säkularisation (1802) hatte das Hochstift aufgehört zu bestehen. Die neuen Landesherren plünderten die Willibaldsburg aus und verkauften sie anschließend 1806 an Privatleute zum Abriss.
Viele ruinöse Gebäudeteile mussten abgetragen werden. Das Kriegsministerium kaufte 1829 die Burg zurück und begann mit der Wiederherstellung und dem Umbau der verfallenen Gebäudeteile.
Von 1855 – 1873 diente die Willibaldsburg als Kaserne sowie als Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten.
1880 kaufte die Stadt Eichstätt die Burg. Der Historische Verein bemühte sich schon damals um die Rettung und den Erhalt der Anlage und richtete 1886 ein lokalhistorisches Museum ein.
1900 erwarb der Staat die Willibaldsburg. Im ersten Weltkrieg waren wieder französische Kriegsgefangene untergebracht.
1962 übernimmt die Bay. Schlösserverwaltung die Burg, seither werden umfassende Restaurierungsarbeiten durchgeführt.
Aus der Wikipedia
Die Willibaldsburg ist eine um 1353 errichtete Spornburg in Eichstätt in Oberbayern. Sie war bis ins 18. Jahrhundert repräsentative Burg und Sitz der Eichstätter Fürstbischöfe. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-76-123-46 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Eichstätt verzeichnet. Laut Bayernatlas sind die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Befunde im Bereich der Willibaldsburg als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-7133-0199 im Bodendenkmal ausgewiesen.
Daten und Fakten
- Kurzbeschreibung Burg in Eichstätt
- Entstehung 1070
- Schutzstatus Baudenkmal in Bayern
- Art Archäologische Stätte, Burg
Angaben aus Wikidata (Q1468874), Lizenz CC0. Zuordnung des Wikidata-Objekts über Name und Lage durch uns.
Lage und Umfeld
In Eichstätt verzeichnen wir insgesamt 110 Ausflugsziele, 0 davon in der Kategorie Ausflugsziele. Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg ist nur 50 m entfernt; insgesamt findest du 12 weitere Ziele im Umkreis von 5 Kilometern. Nach den Merkmalen in den Quelldaten passt Willibaldsburg bei Regen. Der Anbieter nennt Öffnungszeiten, sie stehen weiter unten.
- Bei Regen: Das Ziel ist ein Innenraum-Ziel (etwa Museum, Hallenbad, Therme, Schaubergwerk oder Planetarium) oder der Datengeber kennzeichnet es ausdrücklich als Indoor- bzw. Schlechtwetter-Angebot. Das Merkmal „für jedes Wetter“ allein reicht uns nicht.
Öffnungszeiten
| Tage | Zeit | Gültig |
|---|---|---|
| Di–So, Feiertag | 10:00–16:00 Uhr | bis 31. März 2028 (in mehreren Zeiträumen angegeben, Ausnahmen möglich) |
| Di–So, Feiertag | 09:00–18:00 Uhr | ab 1. Apr. 2027 bis 3. Okt. 2027 |
Angaben des Datengebers, Feiertage und Ausnahmen können abweichen.
Hier liegt Willibaldsburg
Gemessen am Ortsmittelpunkt von Eichstätt befindet sich Willibaldsburg rund 1,9 km westlich. Wer die Umgebung erkunden will, findet innerhalb von zehn Kilometern 184 weitere Ziele. Weitere Übersichten in der Nähe: Eichstätt (1,9 km), Dollnstein (6,4 km) und Wellheim (9,8 km).
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Kurz beantwortet
Wo finde ich aktuelle Informationen zu Willibaldsburg?
Aktuelle Informationen stehen auf der Website, die der Datengeber angibt: schloesser.bayern.de.
Ist Willibaldsburg ein Ziel für schlechtes Wetter?
Ja. Willibaldsburg ist laut Quelldaten wetterfest bzw. ein Ziel in Innenräumen.
Welche Ziele liegen bei Willibaldsburg?
Im Umkreis von 5 Kilometern liegen 12 weitere Ziele, am nächsten Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg (50 m).
Wann hat Willibaldsburg geöffnet?
Laut Anbieter: Di–So, Feiertag 10:00–16:00 Uhr (weitere Zeiten siehe Tabelle). Abweichungen an Feiertagen und in der Nebensaison sind möglich.
Wo liegt Willibaldsburg?
Willibaldsburg liegt in Burgstraße 19, 85072 Eichstätt.
Nachweise
Datensatz von Naturpark Altmühltal, abgerufen über den Knowledge Graph der Deutschen Zentrale für Tourismus, Lizenz CC BY 4.0, zuletzt geändert am 25. August 2026. Ergänzende Angaben aus Wikidata (CC0), Objekt Q1468874. Der Wikipedia-Auszug steht unter CC BY-SA 4.0, Quelle und Autorenschaft siehe Versionsgeschichte des Artikels. Bildnachweise stehen direkt an den Bildern.
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