Filialkirche St. Bartholomäus in Guntersberg
Kirche oder Kloster · Höslwang · 2,5 km
Kirche oder Kloster · Halfing
Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Halfing: Kirche oder Kloster in Halfing (Landkreis Rosenheim).
Foto: Andreas F. Borchert · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · zugeschnitten
Durch die Schenkung des Erzbischofs Odalbert von Salzburg ist der Bestand des Gotteshauses bereits für das Jahr 928 urkundlich nachgewiesen. Aus ihr ergibt sich, dass die Spätbarockkirche schon vor 928 in erzbischöflichen salzburgischer Besitz war. Das Gotteshaus wurde in der Zeit der Spätgotik (um 1415) völlig neu erbaut. Hauptförderer des Kirchenbaues waren die Laiminger. Es ist davon auszugehen, dass dieser Kirchenbau im Lauf des späten 15. und des beginnenden 16. Jahrhunderts noch beträchtlich erweitert wurde.
Im Sommer 1725 wurde das Gotteshaus durch Sturm und Gewitter soweit beschädigt, dass ein Neubau unvermeidlich erschien. Die Leitung des Baus wurde dem Frauenchiemseer Hofrichter Widl und dem damaligen Pfarrer Haagn übertragen. Dem Herrn von Fossa (auf Schloss Forchteneck) wurde unter Strafandrohung auferlegt, 2000 Gulden aus dem Zechschrein des Gotteshauses für den Bau zur Verfügung zu stellen, wogegen dieser "öfters hässlich protestieret hat".
Mit der Bauausführung wurden Thomas Mayr, Maurermeister von Grafing und Matthias Cronast, Gerichtszimmermeister von Kling, beauftragt. Der Kirchenbau wurde im Mai 1727 begonnen. Man hat zuerst das neue Langhaus errichtet. Dabei wurden die alten Seitenmauern bis in einer Höhe von 3,50 Metern erhalten. Anstelle eines kostspieligen Ziegelgewölbes wurde ein Lattengewölbe erstellt. Noch im gleichen Jahr konnte der neue Dachstuhl aufgesetzt werden. 1730 ist der Bau dann zum endgültigen Abschluss gekommen. 1732 wurde ein ursprünglich, für die Traunsteiner Stadtpfarrkirche vom Traunsteiner Tischler Johann Wolfgang Dersch gebauter Hochaltar, der dort jedoch wegen Geldmangels noch nicht gefasst war, angekauft. Die Altarfiguren schnitzte der Traunsteiner Bildhauer Georg Andreas Dietrich.
1773 hat schließlich, wie eine Inschrift auf ihrer Rückseite besagte, "die Halfingerische gemeyn samtt anderen guetthätern" die beiden neuen Seitenaltäre machen und fassen lassen. Um diese Zeit entstand auch die prächtige Kanzel des Gotteshauses. Halfing war durch mehrere Jahrhunderte die bedeutendste marianische Gnadenstätte im westlichen Chiemgau zwischen Inn, Chiemsee und Alz. Die Marienwallfahrt zu "Unseren Lieben Frau am Moos", wie das um 1430 entstandene Gnadenbild (und auch die Kirche selbst) genannt wurde, muss im Lauf des 15. Jahrhunderts aufgekommen sein.
Weiteren Aufschwung nahm die Wallfahrt durch die Einführung einer Skapulierbruderschaft 1648 bzw. 1660. Die Halfinger Kirche präsentiert sich als eine sehr große Spätbarockkirche mit einem mächtigen spätgotischen Turm. Die Kirche ist 39 Meter lang und gehört zu den größten Gotteshäusern im Chiemgau. Sie wurde zum Vorbild für die 1735 erbaute Pfarrkirche Prien. Das Patrozinium der Kirche wird am Fest Mariä Himmelfahrt begangen. Es scheint sich dabei um eine Einführung neuerer Zeit zu handeln, denn 1708 wird ausdrücklich Mariä Geburt als Patrozinium angegeben.
Öffnungszeiten
Die Kirche ist immer offen und durch die Alarmanlage gesichert.
Führungen
Auf Nachfrage bei Herrn Mayer unter der Telefonnummer: +49 (0)8055 366.
Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Halfing wurde bereits 928 urkundlich erwähnt. Ihr Patrozinium war ursprünglich Mariä Geburt, erst in der jüngeren Neuzeit wurde dies auf Mariä Himmelfahrt geändert. Beginnend vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Säkularisation war sie die bedeutendste marianische Wallfahrtskirche zwischen Inn und Chiemsee. Die Kirche wurde in ihrer Geschichte mehrfach neu erbaut, zuletzt in der Spätgotik zu Beginn des 15. Jahrhunderts und in den Jahren 1727 bis 1730 als erster großer Kirchenbau des Spätbarocks im westlichen Chiemgau durch den Grafinger Baumeister Thomas Mayr. Der ungewöhnlich große und wohlproportionierte Kirchenbau mit seiner reichhaltigen Ausstattung aus dem Spätbarock und Rokoko zählt zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region.
Die Kirche gehört zum 1991 eingerichteten Pfarrverband Halfing des Dekanats Rosenheim in der Seelsorgsregion Süd im Erzbistum München und Freising.
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Gemessen am Ortsmittelpunkt von Halfing befindet sich Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Halfing rund 600 m östlich. Zehn Kilometer rund um Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Halfing kommen 58 weitere Ziele zusammen, 19 davon aus der Kategorie Kirchen & Klöster. Aus derselben Kategorie liegt Filialkirche St. Bartholomäus in Guntersberg am nächsten, etwa 2,5 km entfernt. Weitere Übersichten in der Nähe: Bad Endorf (5,6 km).
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Aktuelle Informationen stehen auf der Website, die der Datengeber angibt: pfarrgemeinde-halfing.de.
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Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Halfing liegt in Rosenheimer Str. 4, 83128 Halfing (Landkreis Rosenheim).
Datensatz von Chiemsee-Alpenland Tourismus, abgerufen über den Knowledge Graph der Deutschen Zentrale für Tourismus, Lizenz CC BY 4.0, zuletzt geändert am 25. August 2026. Ergänzende Angaben aus Wikidata (CC0), Objekt Q41223048. Der Wikipedia-Auszug steht unter CC BY-SA 4.0, Quelle und Autorenschaft siehe Versionsgeschichte des Artikels. Bildnachweise stehen direkt an den Bildern.
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